Der Vagabund
In Gefilden frommer Sehnsucht
verkehrt der freie Freigeist
nicht nur um sich selbst kreist
lieber hemmungslos ent-gleist
Sorgenlos umherirrend
verwirrend dahinläuft, ersäuft
im Bad der Gefühlsekstase
die Blase die nie platzt
verschmatzt rollt und rollt
sich ergießend austrollt,
gewollt sich verliert, ausprobiert
am Trank der Hingabe
sich auflöst in ätherische Gase
der Zenit der Ekstase, ein Gerase
in der Zeitmaschine
ohne Sinn und Ziel, ein
bedeutungsloses Exil
Gewinnt man, so verliert man auch,
verliert man, so vibriert
man auch, tänzelnd,
glänzend, unbegrenzt, sich ergänzend
Frei dahin, frei daher, ganz gleich ob wo und wer,
immer mehr, immer mehr, so grenzenlos, so sehr
im Garten Eden, am beben,
am Zittern, am Wittern
nach noch mehr Rausch
noch mehr Vielfalt, noch mehr
Tiefe im Zauberwald
Kein Ende in Sicht, keine Ruhe
im Gesicht
bis das Licht des Universums
dich durchfährt, dir erfährt,
dich überfährt und erblindet
bis die Angst in dir schwindet
und du Eins bist mit dir Selbst
und erhellst
an der Erkenntnis, dem Geständnis
das alles stets passiert
und du zuschaust
und die Wahl hast
ob du wegläufst, das Leben verpasst
Oder hier bist
(und dich letztlich trotzdem verpisst)
jedoch nichts im Leben misst.