Das Ego
Angekratzt und stets gekränkt
sich im Sud der Gelüste selbst ertränkt
trotzig und nicht einsichtig
habgierig, widersetzt es sich
Es malt und hält stets das für richtig
was in Anbetracht der Lage nichtig,
unerreichbar, unersichtlich scheint
dabei das Einfache stets verneint
Die Augen verbunden, sich weigernd zu sehen
sucht es das Gift, will darin untergehen
reitet dahin, vom Hunger getragen
kämpft bis zum Ende, bis zum Versagen
Es treibt uns an und bremst uns aus
Unser Einfluss ist klein, wir halten uns raus
Es hält uns am Leben, scheint uns was zu Geben
doch letztlich sein Tod ist unser wahres Bestreben.