Das Ego

Angekratzt und stets gekränkt

sich im Sud der Gelüste selbst ertränkt

trotzig und nicht einsichtig

habgierig, widersetzt es sich


Es malt und hält stets das für richtig

was in Anbetracht der Lage nichtig,

unerreichbar, unersichtlich scheint

dabei das Einfache stets verneint


Die Augen verbunden, sich weigernd zu sehen

sucht es das Gift, will darin untergehen

reitet dahin, vom Hunger getragen

kämpft bis zum Ende, bis zum Versagen


Es treibt uns an und bremst uns aus

Unser Einfluss ist klein, wir halten uns raus

Es hält uns am Leben, scheint uns was zu Geben

doch letztlich sein Tod ist unser wahres Bestreben.

13.03.25