Sehnsucht
Du fühlst zu jener Stund ein Schmerz
zärtlich stechend, es fleht dein Herz
nach unergründlicher Weite im Leben
ein wimmerndes Pochen, ein geerdetes Beben
So fern es wirkt, und doch so nah
so undurchdringlich, und doch so klar
was war, das ist dir wohl gewiss
was du vermisst – du nie vergisst.
Alsbald dich der Moment überfährt
an dem ein Sonnenstrahl dir Einblick gewährt
in das, was in der Ferne weilt
was nach dir ruft, und doch nicht eilt.
In Gewissheit badend, dass Begegnung geschieht
Die Zuversicht – sich nie verzieht.
Und du verbleibst mit feuchten Augen
lächelnd starrend in die Ferne
Nur selten ist der Augenblick so ehrlich.
Die Sehnsucht in uns
ist unentbehrlich.