Sehnsucht

Du fühlst zu jener Stund ein Schmerz

zärtlich stechend, es fleht dein Herz

nach unergründlicher Weite im Leben

ein wimmerndes Pochen, ein geerdetes Beben

So fern es wirkt, und doch so nah

so undurchdringlich, und doch so klar

was war, das ist dir wohl gewiss

was du vermisst – du nie vergisst.

Alsbald dich der Moment überfährt

an dem ein Sonnenstrahl dir Einblick gewährt

in das, was in der Ferne weilt

was nach dir ruft, und doch nicht eilt.

In Gewissheit badend, dass Begegnung geschieht

Die Zuversicht – sich nie verzieht.

Und du verbleibst mit feuchten Augen

lächelnd starrend in die Ferne

Nur selten ist der Augenblick so ehrlich.

Die Sehnsucht in uns 

ist unentbehrlich. 

17.02.24